Langsam schleicht sich ein Alltag bei uns hier im Appartement in Shenzhen ein. Die Waschmaschine läuft und singt regelmäßig, und es gibt einen Einkaufstag für den immer größer werdenden Kreis der aufgefundenen Lebensmittel.
Nachdem bei uns bisher Brot, Fleisch, Fisch und Nudeln zuhause auf dem Speiseplan standen, sollte es doch endlich auch mal Reis geben. Nirgendwo hatte ich bisher in sämtlichen Regalen von riesigen Supermärkten, -bei denen man immer nach dem Ausgang fragen muss- Reis entdeckt. Letzte Woche allerdings wurde ich beim Wallmart fündig. Sicher bin ich schon Tausend mal daran vorbeigelaufen, hatte aber nicht registriert, das dies Reis sein sollte. Jetzt wo ich alles so anschaute, hätte man auf Streusalz tippen können. Wobei es in Shenzhen noch keinen Schnee gegeben hat…
Jedenfalls kann ich speichern, dass hier kein Einkauf von Reis läuft unter einem Sack von mindestens 10kg. Das sind die kleinsten. Die muss man ja erst einmal sehen - und als solche identifizieren. Dann kommt die Überlegung, ob die 20-, 30-, oder 50kg-Variante die individuell bevorzugte Reismenge ist. Fürs Erste habe ich mich für eine Schaufel aus dem Silo entschieden, um ein kleines Säckchen als gejagte Beute mit nach Hause bringen zu können.
Ich hatte eine gute Sorte gewählt. Der Reis schmeckte lecker. Gar nicht so klebrig wie erwartet. Wahrscheinlich, weil der Teil vom Reis, der klebte, im Topf angebacken war.
Die nächste Aktion ist schon geplant. Dies wird der Kauf eines Reiskochers sein. Ein weiterer Schritt zur Integration in die chinesische Welt der Ernährung.