Nach über einem Jahr hier in China, haben Markus und ich schon viel erlebt. Dadurch, das ich nicht arbeite, sondern “nur” hier lebe habe ich nicht Tag ein Tag aus das Gleiche zu tun,- nämlich zur Arbeit zu gehen/fahren, erlebe ich einen Haufen neuer Dinge. Manchmal Mehr, manchmal Weniger, manchmal Schönere, manchmal weniger Schöne, z.B. Ärgerliche, Nervenaufreibende, zur Weißglut treibende, Graue Haare produzierende, Falten ins Gesicht zeichnen lassende, … -reden wir nicht drüber. Dies zählt alles zur Kategorie: Neue Erfahrungen. Nicht, das Markus nicht auch viele viele neue Erfahrungen macht (und auch immer wieder Überraschungen erlebt…und graue Haare bekommt…), das aber alles eben ein bisschen einseitiger bei ihm, aber es gibt ja auch Wochenenden.
Also, über “Mein Leben und Ich” – so interessant es auch ist (…und “interessant” ist das richtige Wort-) kann leider nicht immer jedes interessante Erlebnis erzählt oder dokumentiert werden, dafür ist der Tag für mich einfach zu kurz. – und Schwups, kommt Markus heim, Essen fertig, und dann ins Bett. Gemeinsame Abende oder zusammen ein Leben nach dem Feierabend ist hier in China “anders”. Freizeitwert während der Woche auch gleich Null. Daher dann auch weniger gemeinsame Erlebnisse als meine als Hausfrau in China. Im Kino z.B. verstehen wir nix (Puntonghua). Sollte mal ein englischer Film kommen, ist das Kino trotzdem mit Chinesen voll – und die bringen ihr Essen mit. Das ist ein Duft- und Geräuscherlebnis, das ich im Kino nicht gebrauchen kann. Vor allem, wenn ich mich noch konzentrieren muss, da Film in englischer Sprache. Da wir hier auch nicht golfen( weder nach Feierabend, noch am Wochenende), da zu teuer und elitäre Golfplätze “…da kommst Du net rrein..”, haben wir uns entschieden Fahrräder zu kaufen. Super, war das ein tolles gemeinsames Erlebnis. Letztendlich hat unser Fahrer Shen die beiden Fahrräder im Laden an der Kasse mit seiner “EC-Karte” bezahlt. Nun sind wir seit einigen Wochen stolze Besitzer von Klapprädern. Die können wir ins Auto werfen und Samstags oder Sonntags auf den dafür angelegten Radwegen am Meer entlang “ausreiten”. Super, …macht uns beiden sehr viel Spaß. Hoffentlich halten die Räder bis nächstes Jahr, und wir können sie mit nach Deutschland nehmen.
So, jetzt wär’ des au mol gschwätzt !. Fahrräder gekauft und mit den anderen Chinesen auf den Radwegen fahren (die gar nicht Fahrrad fahren können, Hauptsache aber das teuerste Fahrrad haben !).
Dann gibt’s noch zu berichten, das wieder die jährliche Fensterputz-Aktion hier in Park Lane Manor begonnen hat. Unsere 3 Türme mit jeweils 48 Stockwerken erfahren die äußerlich angewendete Herbstputzaktion. Es gibt einen Plan in der Lobby jeden Towers, wo die genauen Zeiten in einer Tabelle stehen, damit jeder auch seine Fenster für “seinen” Zeitraum geschlossen hält. So können die Fensterputzer von außen zügig abgeseilt werden und waschen. Wir waren diesmal über’s Wochenende dran. Nord- und Ostflügel am Samstag, Süd- und Westseite am Sonntag. Die Uhrzeit ist variabel. Da steht man (ich) vor dem Kleiderschrank (in der Unterhose) oder im Bad (nackig) und plötzlich hängt dann ein schwarzer Mann vor deinem Fenster im 39. Stock. Markus – schnell wie immer- saß schon beim Frühstück und konnte die Arbeiter am Sonntag morgen unauffällig fotografieren.
Ja, und dann waren wir ja vor 2 Wochen noch für ein paar Tage in Hong Kong während der golden week.
Fortsetzung folgt….
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